Wir spielen Arrangements,
die von den folgenden Bands aufgenommen wurden
Tower of Power (Attitude Dance)

Mitte der 60er Jahre zog der 17-jährige Tenor-Saxophonist Emilio Castillo von Detroit, Michigan nach Fremont, Kalifornien. Er gründete dort die Band "Motowns", die hauptsächlich Soul spielte. 1968 tat sich Castillo mit dem Bariton-Saxophonisten Stephen "The Funky Doctor" Kupka zusammen, sie zogen nach Oakland und schrieben das erste gemeinsame Material. Sie veränderten den Namen der Band in "Tower of Power" und spielten häufig in der San Francisco Bay Area.
1970 unterschrieben Tower of Power einen Plattenvertrag bei Bill Grahams San Francisco Records und veröffentlichten kurz danach ihr erstes Album: "East Bay Grease". 1972 erschien "Bump City" und 1973 "Tower of Power", die beide zum Durchbruch der Band führten.

Clayton-Hamilton Jazz Orchestra (Bags' Groove)

In den 1990er Jahren arbeitete Jeff Hamilton im Quartett des Bassisten John Clayton, ging mit Oscar Peterson auf Tournee und spielte in Ray Browns Trio mit Gene Harris bzw. mit Benny Green und leitete mit John und Jeff Clayton das Clayton-Hamilton Jazz Orchestra

Woody Herman (Better get it in your Soul)

Herman, der als musikalisches Wunderkind auf der Klarinette galt, trat bereits mit neun Jahren öffentlich im Vaudeville-Theater auf (auch als Sänger und Tänzer). 1930 zog er von Milwaukee weg und übernahm nach kurzen Gastspielen bei Harry Sosnick und Gus Arnheim 1936 den Kern der Big Band von Isham Jones, der er seit 1934 angehört hatte. Woody Herman war ein hervorragender Virtuose auf seinem Instrument, zeitlebens stark beeinflusst von der Spieltechnik Frank Trumbauers. Er stellte im Laufe seiner Karriere zahlreiche erfolgreiche Orchester zusammen, die er Herd bzw. Herman's Herd nannte. In den 1950er und 60er Jahren experimentierte Hermans Big Band vielfach auch mit Elementen moderner Jazzstile wie dem Cool Jazz und dem Bebop, die geschickt mit den Formen des traditionellen Jazz verknüpft wurden. Neben seiner Bedeutung als einer der führenden Swing-Klarinettisten (zusammen mit Benny Goodman und Artie Shaw), war es insbesondere Hermans Fähigkeit als Organisator innovativer und kreativer Ensembles, die ihn aus den Persönlichkeiten des Jazz des 20. Jahrhunderts herausragen läßt.

Count Basie (Hay Burner)

William Basie bekam seinen ersten Klavier-Unterricht von der Mutter am häuslichen Piano. Später nahm Basie Klavierstunden bei einer „Miss Vandevere“. Sein Klavierspiel wurde vom drei Monate älteren Thomas „Fats“ Waller beeinflusst, den er regelmäßig Mitte der 1920er im Lincoln Theatre in Harlem besuchte, wo Waller Stummfilme an der Wurlitzer-Orgel begleitete. Seine erste eigene Big Band, die zum größten Teil aus Musikern der Bennie Moten Band bestand, wurde in den nächsten Jahren (ab 1938) schnell überregional populär. Das Material dieser ersten Basieband bestand vorwiegend aus Headarrangements von Bluesthemen. Die ersten Arrangements steuerte Eddie Durham (Topsy, John’s Idea) bei, der damit anfing einen Basie-Stil zu entwickeln. Zur Band gehörten u.a. Lester Young und Herschel Evans (ts), Earle Warren (as), Buck Clayton und Harry Sweets Edison (tp), Dicky Wells (tb), Freddie Green (git), Walter Page (b) und Jo Jones (dr). Als Komponisten und Arrangeure prägten den späteren Sound und das Repertoire Ernie Wilkins mit z. B. Sixteen Man, Frank Foster mit Blues Backstage, Thad Jones und Quincy Jones. Von außen brachte unter anderen Neal Hefti schöne Stücke ins Programm, die etwas anders waren und nicht dem Stil der Basie Band entsprachen, aber sehr musikalisch. Von Hefti ist zum Beispiel Li’l Darling ein Standard geworden. Neal Hefti konnte auf Arrangements der ersten Band von 1938 zurückgreifen wie Jumpin’ at the Woodside oder Every Tub.

HR-Big Band (Libertango)

Die hr-Bigband (Big Band des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main) wurde 1946 als „Tanzorchester von Radio Frankfurt“ (dem späteren Hessischen Rundfunk) gegründet. Anfänglich vorwiegend zur Produktion von Unterhaltungsmusik und zur Begleitung von Radio- und Fernsehshows (wie dem Frankfurter Wecker) eingesetzt, hat sich der Klangkörper seit den 1970er Jahren zur Jazz-Bigband mit Schwerpunkt Konzerttätigkeit entwickelt. Mit ca. 50 Konzerten pro Jahr deckt sie ein breites stilistisches Spektrum innerhalb des Jazz ab und wagt Grenzüberschreitungen zur Klassik, zu Pop, fremden Musikkulturen und Elektronik. Seit 2008 ist Jim McNeely Artist-in-Residence der hr-Bigband.

Lalo Schifrin (Mission: Impossible Theme)

Lalo Schifrin lernte im Alter von sechs Jahren bei Enrique Barenboim, dem Vater des Dirigenten Daniel Barenboim, Klavier spielen; in seiner Jugend vertiefte er seine Kenntnisse als Schüler von Andreas Karalis und Juan Carlos Paz; auch erwachte zu dieser Zeit sein Interesse am Jazz. Mit 20 bewarb sich Schifrin am Conservatoire de Paris, wo er bei Olivier Messiaen und Charles Koechlin studierte. Sein Studium finanzierte er, indem er in Pariser Nachtclubs als Jazz-Pianist auftrat. Wieder in Argentinien gründete er ein Jazz-Orchester, in dem unter anderem Gato Barbieri spielte. Im Jahr 1956 lernte er Dizzy Gillespie kennen, für dessen Orchester er die Suite Gillespiana komponierte. Nach der Auflösung von Gillespies Big Band trat Schrifrin dessen neuem Quintett bei. Schnell avancierte er zum musikalischen Leiter und Arrangeur. Gillespiana wurde schließlich 1960 aufgenommen, und Schifrin blieb bis 1962 in Gillespies Ensemble. Für Gillespie schrieb er auch The new continent, 1962 auf dem Monterey Jazz Festival aufgeführt. Ebenso wirkte er als Pianist bei Astor Piazzollas erstem in Paris aufgenommenen Tango-Album Concert for Bandoneón and Orchestra mit und arbeitete mit Sarah Vaughan, Ella Fitzgerald, Stan Getz und Count Basie zusammen.

Thilo Wolf Orchester (Sing, Sing, Sing)

Der Pianist, Komponist und Arrangeur leitet seine eigenen Formationen „Thilo Wolf Big Band“ und „Thilo Wolf Jazz-Quartett“. Mit seinen Formationen konzertierte Thilo Wolf in Deutschland, Österreich, der Schweiz und England, in Konzerthäusern wie der Philharmonie in München oder Dortmund, aber auch auf zahlreichen Jazzfestivals wie Burghausen, Oberkochen, Erding oder dem Augsburger Jazzsommer. Die Crossoverprojekte führten zu Konzerten bei Klassikfestivals wie „MDR-Kultursommer“, „Rheingau-Musikfestival“ oder „Internationales Beethovenfest“ in Bonn.

GRP All-Star Big Band (Sister Sadie)

GRP Records ist ein international erfolgreiches Label für Fusion-, Latin- und zeitgenössischen Jazz. Die Firma wurde 1982 von dem Pianisten Dave Grusin und dem Tonmeister Larry Rosen gegründet. GRP steht für Grusin Rosen Productions. Künstler wie Lee Ritenour, David Benoit, Larry Carlton, die Yellowjackets, Spyro Gyra, GRP All-Star Big Band und andere haben bei GRP Alben aufgenommen.

Oliver Nelson (Stolen Moments)

Nelson stammte aus einer musikalischen Familie - sein Bruder war auch Saxophonist und seine Schwester spielte Klavier und sang. Mit sechs Jahren lernte er Klavier und mit elf Jahren Saxophon zu spielen. Ab 1947 trat er in lokalen Bands um St. Louis auf, bevor er 1950 bis 1951 der Louis Jordan Big Band beitrat. Wie Jordan blieb auch Nelson zeitlebens vom Soul geprägt. In den 1950er-Jahren brachte er schon eigene Alben als Leader heraus mit Musikern wie Kenny Dorham, Johnny Hammond Smith, Eric Dolphy, Roy Haynes, King Curtis und Jimmy Forrest. Sein Durchbruch kam mit dem Album The Blues and the Abstract Truth mit seinem Standard „Stolen Moments“. Mitwirkende bei dem Album waren u. a. Eric Dolphy, Freddie Hubbard und Bill Evans. Als Arrangeur arbeitete er nicht nur 1960-1961 für Quincy Jones (in dessen Orchester er auch spielte), sondern auch u.a. für Jimmy Smith bei seinem ersten Big Band Auftritt, Wes Montgomery, Gato Barbieri (Montreux 1971), Count Basie (auf Afrique), Cannonball Adderley, Sonny Rollins, Eddie Lockjaw Davis, Johnny Hodges, Buddy Rich, Stanley Turrentine, Billy Taylor. Außerdem arrangierte er für Pop- und Soulstars wie Nancy Wilson, Diana Ross, den Temptations und James Brown. Er starb an einem Herzanfall mit nur 43 Jahren.

Isaac Hayes (Theme from Shaft)

1971 gelang ihm der weltweite Durchbruch mit dem Titelsong zu dem Blaxploitation-Film Shaft. Er gewann den Oscar, den Golden Globe, zwei Grammys, den NAACP Award und den Edison Award. Das Soundtrackalbum erreichte Platin-Status, was einem afroamerikanischen Künstler noch nie zuvor gelungen war. In Erinnerung an die Unruhen in Watts als auch an das Woodstock-Festival organisierte Stax Records im August 1972 mit seinen Musikern das Musikfestival Wattstax von Schwarzen für Schwarze. Der Höhepunkt des Open-Air-Konzertes war der Auftritt von Hayes. Im Jahr 2002 wurde Hayes in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[1] Mit seiner markanten Bassbariton-Stimme und einem Sprechgesang war der Soulsänger ein Vorläufer des Rap und Hip-Hop. Er unterstützte mit demonstrativen Bekenntnissen für die schwarzen Bürgerrechtler das Selbstbewusstsein der afrikanisch-amerikanischen Bevölkerung in den USA und wurde dadurch als «Black Moses» berühmt.

The Quincy Jones Orchestra (The Witching Hour)

Jones wurde in Chicago geboren und wuchs in Bremerton im US-Bundesstaat Washington auf, wo er als Teenager Ray Charles kennenlernte, mit dem er eine kleine Combo gründete und durch die lokalen Jazz-Klubs von Seattle zog. Mit 17 Jahren gewann er ein Stipendium für das Berklee College of Music in Boston, gab die Studien dort jedoch nach kurzer Zeit auf, als ihn 1951 Lionel Hampton als Trompeter für eine Tournee engagierte. Im Juni 1958 leitete er das Orchester für ein Galakonzert von Frank Sinatra in Monaco, der Auftakt für eine langjährige Zusammenarbeit mit diesem Künstler. Zurück in den USA wurde Jones 1961 als Vizepräsident von Mercury Records der erste Afroamerikaner in der Führungsspitze eines Major-Labels. Neben Jazz produzierte er jetzt auch Pop und begann 1963 auch mit Erfolg, Filmmusik zu komponieren. Im selben Jahr gewann er seinen ersten Grammy für sein Arrangement zu I Can't Stop Loving You vom Orchester Count-Basie. 1964 leitete er das Orchester (und schrieb zusammen mit Billy Byers die Arrangements) für das zweite gemeinsame Studioalbum It Might As Well Be Swing von Frank Sinatra und Count Basie, auf dem sich auch eine legendäre Version des Songs „Fly Me To The Moon“ befindet, welche 1969 bei der Mondlandung gespielt wurde.